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Dachabdichtungen mit Bitumenbahnen

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Herstellung

Bitumen ist ein Abfallprodukt (Destillationsrückstand), das bei der Erdölraffinierung entsteht. Während aus leichteren Bestandteilen des Erdöls Produkte wie Heizöl, Benzin, Benzole und Gase gewonnen werden, dient das schwerere Bitumen als Rohstoff und wird unter anderem bei der Produktion von Bitumenbahnen weiterverarbeitet.

Bahnentypen

Grundsätzlich müssen Bahnen die zur Dachabdichtung verwendet werden sollen, den Anforderungen des Produktdatenblatts für Bitumenbahnen des Regelwerks des deutschen Dachdeckerhandwerks entsprechen.

Es lassen sich zwei Produktgruppen voneinander unterscheiden:

Oxidationsbitumenbahnen

Oxidationsbitumen wird durch die Weiterverarbeitung von Destillationsbitumen in speziellen Anlagen unter Zugabe von Luft gewonnen.Der Grundaufbau dieser Bahnen besteht aus einer Trägereinlage mit einer beidseitigen Deckmasse aus Oxidationsbitumen.

Polymerbitumenbahnen

Polymerbitumenbahnen werden unterschieden in:

Elastomerbitumen besteht aus mit speziellen Elastomeren modifiziertem Destillationsbitumen. Plastomerbitumen besteht aus mit speziellen Plastomeren modifiziertem Destillationsbitumen. Auch bei diesen Bahnen besteht der Grundaufbau aus einer Trägereinlage sowie einer beidseitigen Deckmasse aus Plastomer- oder Elastomerbitumen.

Des weiteren gibt es noch Kaltselbstklebende Polymerbitumenbahnen (KSP).

Vorteile

Polymerbitumenbahnen haben gegenüber Bahnen aus Oxidationsbitumen deutlich bessere mechanische Eigenschaften, insbesondere in Bezug auf Dehnfähigkeit, Zugverhalten und Perforationssicherheit.

Bahnenaufbau

Der grundsätzliche Bahnenaufbau besteht aus einer Trägereinlage, einer unter- und oberseitigen Bitumendeckmasse sowie je nach Anwendungsgebiet einer mineralischen Oberflächenbestreuung. Zudem erhalten die unterseitigen Bitumendeckmassen häufig noch eine Beschichtung (z.B. in Form dünner Folien als Trennschicht) oder bei Kaltselbstklebenden Bahnen die Kontaktklebeschicht.

Trägereinlagen

Die in Bitumenbahnen eingearbeiteten Trägereinlagen haben wesentlichen Einfluss auf die Qualität und Belastbarkeit der Bahnen. Für verschiedene Anwendungsbereiche gibt es daher unterschiedliche Trägereinlagen, die die mechanischen- und bauphysikalischen Eigenschaften von Bitumenbahnen beeinflussen.

Nachfolgend sind die gängigsten Trägereinlagen mit den zugehörigen Kürzeln aufgelistet:

Produktbezeichnungen

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Die Eigenschaften von Bitumenbahnen werden eindeutig mittels festgelegten Kurzzeichen definiert. Die im Bild oben gezeigte Produktbezeichnung „PYE PV 200 S5 EN“ klassifiziert die Eigenschaften der betreffenden Bahn. Es handelt sich demnach um eine:

Nachfolgend sind weitere Kurzzeichen aufgeführt:

Anwendungstypen

Eine weitere wichtige Kennzeichnung ist die Art der vorgesehenen Anwendung der Bahn. Hier wird grundsätzlich in Bahnen für einlagige Abdichtungen und Bahnen für mehrlagige Abdichtungen unterschieden. Daraus ergeben sich folgende Kennzeichnungen:

Beispielabdichtungsaufbau

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Nachfolgend werden die Arbeitsschritte für die Herstellung eines Standard-Flachdachaufbaus mit Dampfsperre, Dämmpaket und zweilagiger Bitumenabdichtung auf einer Stahlbetondecke dargestellt.

Bitumenvoranstrich

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Dampfsperre

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Dämmung

Erste Abdichtungslage (DU)

Zweite Abdichtungslage (DO)