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Ohne Beton hätte die Welt ein anderes Gesicht. So manche kühne Architektenidee wäre ohne Beton unrealisierbar gewesen. Wie kaum ein anderes Material erscheint uns Beton heute als moderner Baustoff. Aber bereits die Phönizier vermischten Beton mit Gesteinen und Wasser zu einer fest aushärtenden Masse, die Griechen beherrschten die Technik und gaben die entsprechenden Kenntnisse an die Römer weiter, die das Verfahren perfektionierten. Sie stellten bereits erste druckfeste Bauteile her, die in einer Schalung erhärtet waren. Monumentalbauten, die teilweise bis heute überdauerten, entstanden. Im Mittelalter in Vergessenheit geraten, ist Beton heute ein Hightec-Produkt, das durch seine Vielseitigkeit qualitativ hochwertige, ästhetisch ansprechende, dauerhafte und kostengünstige Konstruktionen ermöglicht.
Beton ist eine Mischung aus Zement, Wasser und verschiedenen Gesteinskörnungen sowie weiteren Zusatzmitteln und -stoffen, die entsprechend der gewünschten Anforderungen hinzugefügt werden können. Bei der Herstellung müssen die Anteile der einzelnen Komponenten exakt berechnet werden. Die genaue Abmessung erfolgt in der Regel in den computergesteuerten Mischanlagen der Betonwerke. Verschiedene Rezepturen ergeben Betone für die unterschiedlichsten Anforderungen. Beim Mischen werden die Ausgangsstoffe im Werk in der vorgeschriebenen Reihenfolge: Gesteinskörnungen, Zement und Zusatzstoffe, anschließend Wasser und Zusatzmittel, in genau festgelegter Zeit miteinander vermengt. Die einzelnen Bestandteile müssen nach Abschluss des Vorgangs gleichmäßig im Frischbeton verteilt sein. Die Zugabe von Wasser oder anderen Stoffkomponenten ist nach Abschluss des Mischvorgangs nicht mehrzulässig. Eine Ausnahme bilden Fließmittel, deren Wirkung zeitlich begrenzt ist. Je länger und intensiver der Mischvorgang ist, um so geschmeidiger sind die Verarbeitungseigenschaften.
Teilweise wird Beton auf der Baustelle auch in kleinen Mengen von Hand gemischt. Das Verfahren ist jedoch nur für Beton der unteren Festigkeitsklassen zulässig.
Die Herstellung von Beton orientiert sich an strengsten Umweltnormen. Ein dichtes Netz von Steinbrüchen, Zementfabriken und Betonwerken sorgt für kurze Transportwege. Als Baustoff, der aus Naturstoffen hergestellt wird, ist Beton recycelbar.
Durch seine Baustoffeigenschaften ermöglicht Beton eine breite Palette an Bauwerken, die von beeindruckend hohen Häusern über kühne Brückenbauwerke reicht. Es gibt heute kaum Bauvorhaben, die ohne Beton auskommen.
Mit Druckfestigkeitswerten von > 65 N/mm², die höher sind als bei jedem anderen Baustoff, verfügt Beton über eine besonders hohe Tragfähigkeit und ermöglicht damit Konstruktionen, die mit keinem anderen Baustoff zu realisieren sind. Die hohen Festigkeiten des Beton verbessern gleichzeitig eine Reihe weiterer Eigenschaften wie die Dichtheit oder den Widerstand gegen chemische und mechanische Beanspruchungen und erhöhen so die Haltbarkeit.
Die Wärmeleitfähigkeit von Beton ist abhängig von den Zuschlägen. Für Normalbeton beträgt sie etwa 2,1 W/mK und ist damit höher als bei anderen Baustoffen. Transmissionsverluste können jedoch über eine zusätzliche Wärmedämmung reduziert werden. Normalbeton ermöglicht trotz außen liegender Wärmedämmung schlanke Wandkonstruktionen, da die Bauteildicke einschließlich einer Wärmedämmung von 10 cm Dicke nur 25 cm betragen muss. Als massiver Baustoff verfügt Beton über eine hohe Wärmespeicher-fähigkeit, die sich positiv auf das Raumklima auswirkt und für gleichmäßige Innenraumtemperaturen sorgt.
Im Brandfall bietet Beton ein hohes Maß an Sicherheit. Er gilt als nicht brennbarer Baustoff der Brandschutzklasse A1 (entsprechend DIN 4102) und erfüllt damit die Anforderungen der höchsten Brandschutzklasse. Bei Temperaturen von bis zu 1000°C bleibt Beton weitgehend fest. Er leitet den Brand nicht weiter, bildet keinen Rauch und setzt keine toxischen Gase frei. Bereits 10 cm dicke Wände entsprechen der Feuerwiderstandsklasse F 90-A.
Als massiver Baustoff mit hoher Rohdichte verfügt Beton über hervorragenden Schallschutz. Denn je schwerer eine Wand ist, desto besser ist ihre Schalldämmung. Auch schlanke Konstruktionen haben eine geringe Schalldurchlässigkeit und erreichen hervorragende Schalldämmwerte.
Beton ist ein diffusionsoffener Baustoff, der Feuchtigkeit vorübergehend in den Wandoberflächen speichert und später wieder an die Raumluft abgibt. Speziell für den Bau von Kellern etwa in Gegenden mit hohem Grundwasserspiegel wird Beton mit hohem Wassereindringungswiderstand eingesetzt. Damit ist es möglich, Fundamente und Kellerwände zu errichten, durch die bei fachgerechter Ausführung kein Wasser eindringen kann. Dieser sogenannte wasserundurchlässige Beton oder WU Beton wird zum Beispiel für die sogenannte weiße Wanne eingesetzt. Dabei werden Bodenplatte und Außenwände als geschlossene Wanne aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand nach DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 hergestellt. Errichtet wird die weiße Wanne üblicherweise geschosshoch, entweder aus Ortbeton mit Systemschalung oder aus vorgefertigten Elementwänden (Dreifachwänden). Die Konstruktion einer weißen Wanne ist im Vergleich zur Herstellung der sogenannten schwarzen Wanne relativ einfach und mit weniger Arbeitsaufwand verbunden, erfordert jedoch ein hohes Maß an Sachkenntnissen.
Beton ist ein Baustoff, der sowohl für den Wohnungsbau als auch im Wirtschaftsbau Vorteile bietet.
Die guten Brand- und Schallschutzeigenschaften von Beton ermöglichen schlankere Wände als mit sie mit konventionellem Mauerwerk hergestellt werden können. Da wegen der günstigen Baustoffeigenschaften keine zusätzlichen Wärme-, Brand- oder Schallisolierungen nötig sind, kann so beim Bau eines 100 m² großen Hauses mit Beton bis zu 6 m² zusätzliche Fläche gewonnen werden. Weil zusätzliche Kosten für Schall-, Brand-, Wärme- und Feuchtigkeitsschutz gespart werden können, ist Beton im Einfamilienhausbau besonders wirtschaftlich.

Durch die Systembauweise lassen sich die Baukosten noch weiter reduzieren. Bauteile wie Mauer- und Wandtafeln, Treppen, Decken, Dächer und Fassaden werden witterungsunabhängig im Werk vorgefertigt
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und auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt.
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Ein Haus aus Beton verfügt außerdem über eine hohe Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit.