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Garagentorsteuerung

Grundlagen

Als elektrischer Garagentorantrieb wird eine über einen Elektromotor betriebene Vorrichtung bezeichnet, mit der man Garagentore öffnen und schließen kann. Dabei dienen in der Regel Antriebsketten, Zahnriemen und Bewegungsschrauben (Spindelantriebe) als Antriebsmittel. Darüber wird ein Führungsschlitten bewegt, der über eine Führungsschiene mit dem Tor verbunden ist. Im Antriebsgehäuse untergebracht sind eine Platine, ein Transformator und eine Elektromotor. Wird der Antrieb betätigt dreht der Motor ein Rad oder Ritzel und bewegt so den Laufwagen in der Führungsschiene hin und her. Endschalter oder elektronische Abschaltvorrichtungen dienen in den Endlagen zur Abschaltung. Die meisten Garagentormotoren sind Gleichstrommotoren , da durch die einfache elektronische Ansteuerung ein sanftes Anfahren und Abbremsen des Tores möglich ist. Ausgelöst kann der Garagentorantrieb über verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. über Funk (Handsender), einen potentialfreien Kontakt, einen Schlüsselschalter, ein Codeschloss oder einen Wandtaster, werden.

Tasterschaltung

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Die einfachste und weitverbreitetste Schaltung für eine Garagentor erfolgt über einen Taster. Die Steuerung wird mit einem fertigen Schukostecker ausgeliefert, für den in der Nähe der Steuerung eine Schukosteckdose vorgesehen werden muss. Weiterhin besitzt die Steuerung zwei Klemmen für einen externen Taster. Der Taster wird als Schließer an diese beiden Klemmen angeschlossen, als Anschlussleitung eignet sich J-Y(St)Y 2x2x0,8. Jetzt wird das Tor je nach Stellung und vorheriger Betätigung durch den Taster auf oder zu gefahren. Weiterhin kann es auch in einer gewünschten Stellung angehalten werden, beim nächsten Druck auf den Schalter fährt es dann in die entgegengesetzte Richtung.

Garagentorhandsender

Sie werden als Funkfernbedienungen für Garagentore genutzt und ermöglichen so aus der Entfernung mittels eines Funksignals einen Befehl auszusenden. Dieser Befehl wird danach von einem Funkempfänger aufgenommen und eine vorher festgelegte Aktion ausgeführt. Es gibt in Europa sehr viele verschiedene Handsendertypen, die untereinander nicht kompatibel sind. Da nur kompatible Funksysteme miteinander arbeiten können, muss man vor allem auf die Betriebsfrequenz, Modulierung und Codierung achten. Durch ein moduliertes Funksignal wird der Steuerbefahl vom Handsender zum Funkempfänger übermittelt, dies geschieht entweder über Amplituden-Modulation (AM) oder Funk-Modulation (FM). Daneben wird das Funksignal codiert, damit mit einem Handsender nur der zugehörige Funkempfänger gesteuert werden kann und ein unbefugter Zugriff auf andere Garagentore oder Geräte verhindert wird. Einlernen kann man den Handsender über eine Taste am Empfänger. Zu Störungen kann es kommen, wenn die Reichweite des Funksignals zu gering ist oder Hindernisse die Strecke zwischen Sender und Empfänger blockieren. Weiterhin können Störquellen auf gleicher Frequenz, wie z.B. Computer, Babyphone, Funk-Kopfhöhrer usw., den Betrieb beeinträchtigen.

Schlüsselschalter

Ein Schlüsselschalter ist ein elektrischer Schalter, der aus Sicherheitsgründen mit einem Schloss kombiniert ist. Es können nur befugte Personen unter Zuhilfenahme des passenden Schlüssels den Schaltvorgang auslösen. Deshalb werden sie für Garagentore oft zum Öffnen aus dem Außenbereich benutzt. Der Schlüssel kann dabei in zwei oder mehr Stellungen einrasten und meist auch in jeder Position abgezogen werden. Das Betätigen des Schlüsselschalters nennt man auch „schlüsseln“.

Verwandt mit dem Schlüsselschalter sind Kartenleser, wie sie oft bei Kreditinstituten zum Öffnen einer Tür verwendet werden. Ebenso erfüllen Fingerabdruck- oder Irisscanner diesen Zweck.