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Heizkörpermontage

Grundlagen

Die Montage von Heizkörpern ist vom Heizkörpertyp, Herstellerangaben und einer Vielzahl bestimmter baulicher Gegebenheiten abhängig. Beispielsweise den Anbringungsmöglichkeiten vor Ort, den einzuhaltenden Montagemaßen des Herstellers und dem Anschluss der Heizkörper an das jeweilige Rohrsystem.

Dennoch sollten folgende, allgemeine Bedingungen bei der Montage beachtet werden:

  • Der Abstand zwischen Fußboden und Heizkörper sollte so groß sein, dass unter dem Heizkörper problemlos geputzt werden kann
  • Es kann bei zu geringen Wandabständen ( < 30mm ) zu Leistungsminderungen kommen
  • Um die Wärmeabgabe durch Konvektion zu gewährleisten, sollte der Abstand zwischen Heizkörperoberkante und Nische oder Fensterbank groß genug sein
  • Thermostatköpfe sollten gut und einfach zugänglich sein

Befestigungselemente

Heizkörper können zum Beispiel auf Wandkonsolen und Bohrkonsolen gehängt oder mittels Standkonsolen auf dem Fußboden befestigt werden. Abstände zur Wand, zur Fensterbank oder zum Fußboden sind den Herstellerangaben oder den entsprechenden DIN-Normen zu entnehmen.

Wandkonsolen

Bohrkonsolen

Standkonsolen

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Quelle: www.kermi.de

Bei der Auswahl der Befestigungsmethode sollten folgende Dinge immer beachtet werden:

  • Die Halterungen sollten zeitsparend und einfach montiert werden können
  • Eine Nachjustierung in Tiefe und Höhe sollte problemlos möglich sein
  • Die Halterungen sollten für verschiedene Baustoffe geeignet sein
  • Die Halterungen sollten aus ästhetischen Gründen nicht sichtbar sein
  • Die Halterungen müssen auf das entsprechende Maß und Gewicht der Heizkörper abgestimmt sein

Anschlussarten

Heizkörper können bzw. müssen aufgrund der Rohrleitungsführung und baulicher Gegebenheiten auf vielfältige Art und Weise angeschlossen werden. Zu den häufigsten Anschlussarten gehören beim Zweirohrsystem:

Gleichseitiger Anschluss

Wie der Name schon sagt wird der Heizkörper in diesem Fall so angeschlossen, dass sich Vor- und Rücklauf auf der gleichen Seite befinden. Der Vorlauf liegt dabei oben und wird mittels eines Thermostatventils angeschlossen. Der Rücklauf liegt unten und wird meistens mit einer sogenannten Rücklaufverschraubung angeschlossen.

Quelle: www.purmo.de

Wechselseitiger Anschluss

Wie der Name schon sagt, wird der Heizkörper in diesem Fall so angeschlossen, dass Vor- und Rücklauf auf der gegenüberliegenden Seiten liegen. Der Vorlauf liegt auf der einen Seite oben und wird mittels eines Thermostatventils angeschlossen. Der Rücklauf liegt auf der gegenüberliegenden Seite unten und wird meistens mit einer sogenannten Rücklaufverschraubung angeschlossen. Ab einer Länge von 2,5m sollten Heizkörper wechselseitig angeschlossen werden.

Quelle: www.purmo.de

Mittelanschluss

Moderne Ventilheizkörper, also Heizkörper, die ein bereits werkseitig montiertes Ventil haben, werden heutzutage meistens von unten angeschlossen. Eine gängige Variante ist dabei der sogenannte Mittelanschluss. Vor- und Rücklauf werden in diesem Fall mit Hilfe einer sogenannten Zweirohrarmatur ( umgangssprachlich „Hahnblock“ ) an den Heizkörper angeschlossen. Vor- und Rücklauf müssen dafür so verlegt sein, dass ihr Mitte-Mitte-Abstand 5cm beträgt. Alternativ zum Mittelanschluss gibt es Ventilheizkörper die rechts- bzw. linksbündig von unten angeschlossen werden.

Quelle: www.purmo.de

Weitere Anschlussarten

Neben den oben aufgeführten Anschlussvarianten findet man häufiger noch den reitenden Anschluss und den Anschluss seitlich ( links oder rechts ) von unten vor.

Verschraubungen

Heizkörper werden mit Hilfe von Verschraubungen mit dem Vor- und Rücklauf verbunden. Diese ermöglichen die Demontage oder den Austausch von Heizkörpern, ohne die gesamte Anlage entleeren zu müssen. Man unterscheidet im Wesentlichen Vorlaufverschraubungen, Rücklaufverschraubungen und Zweirohrarmaturen. Die Vorlaufverschraubung ist Teil des Thermostatventils und wird auch als Ventilunterteil bezeichnet. Rücklaufverschraubungen sollten nach Möglichkeit immer absperrbar sein. Grundsätzlich gibt es die Verschraubungen in Eck- und Durchgangsform.

Rücklaufverschraubung

Beispiel: Rücklaufverschraubung, Eckform

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Quelle: www.oventrop.de

Beispiel: Rücklaufverschraubung, Eckform ( montiert )

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Quelle: www.oventrop.de

Zweirohrarmatur

Beispiel: Zweirohrarmatur, Durchgangsform

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Quelle: www.oventrop.de

Beispiel: Zweirohrarmatur, Durchgangsform ( Anschluss )

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Quelle: www.oventrop.de

Beispiel: Zweirohrarmatur, Durchgangsform ( montiert )

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Quelle: www.oventrop.de