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Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung

Grundlagen

Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung nutzen die Wärme der Abluft zur Vorwärmung der Zuluft. Damit bieten sie höchste Effizienz bei der Bereitstellung der notwendigen Luftmengen im Vergleich mit allen anderen Lüftungsarten - es lassen sich ca. 80% der Energie, die in der Abluft steckt, auf die Zuluft übertragen.

Für die Wärmeübertragung werden verschiedene Verfahren genutzt. Bei Kreisverbund-Wärmeaustauscher-Systemen (KVS) wird die Abluft in einem Kühlregister abgekühlt, das Kühl- bzw. Heizmedium wird in ein Heizregister gepumpt und heizt dann die Zuluft auf. Gängige Systeme für die Wohnungslüftung arbeiten mit einem Plattenwärmetauscher, bei dem Zu- und Abluft im Kreuz- oder Gegenstrom dicht aneinander vorbei geführt werden, so dass die Wärme übertragen werden kann.

Optimal ist eine Luftführung im Gegenstrom, bei dem die warme Abluft an der selben Seite in den Wärmeaustauscher eintritt, an dem auch die vorgewärmte Zuluft austritt. Aus kontruktionstechnischen Gründen sind aber Kreuz-Gegenstrom-Wärmeaustauscher gebräuchlicher. In der Grafik wird die Luftführung und die Benennung der Luftarten deutlich.

Während beim KVS Zuluft und Abluft auf verschiedenen Wegen transportiert werden können, müssen beim Plattenwärmetauscher die beide Luftleitungen durch ein zentrales Lüftungsgerät geführt werden. Das bedeutet Einschränkungen bei der Anlagenplanung und der Leitungsführung. Ein Beispiel für die Anordnung eines Lüftungsgerätes in einer Etagenwohnung ist im Grundriss dargestellt.