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Montage von Badewannen

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Grundlagen

Badewannen können freistehend oder mit Wandanschluss, das heißt in einer passenden Wandnische oder in einer Raumecke eingebaut werden. Grundsätzlich ist beim Einbau von Badewannen der Schallschutz und der Feuchtigkeitsschutz zu beachten. Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass die Oberfläche der Wanne nicht verschmutzt oder beschädigt wird. Daher sollten alle vorbereitenden Arbeiten bereits abgeschlossen sein, bevor die Wanne aufgestellt wird. Zu den Vorarbeiten gehören:

  • Das Installieren der Zulauf- und Ablaufleitungen
  • Die Herstellung wasserdichter Böden und Wände
  • Das Fliesen und Verfugen der Wände

Einbau mit Fußgestell

Beispiel: Fußgestell

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Quelle: www.mepa.de

Bei Badewannen aus Stahl-Email empfiehlt sich der Einbau unter der Verwendung eines Fußgestells mit höhenverstellbaren Füßen, um das Ausrichten der Wannen zu erleichtern. Durch Drehen an den Gewindehülsen kann die Höhe der Wanne stufenlos verändert werden. Bei manchen Systemen lassen sich darüber hinaus die Wannenfüße seitlich versetzen. Um die Standsicherheit zu erhöhen, wird die Wanne an der Wand verankert.

Beispiel: Fußgestell mit höhenverstellbaren Füßen

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Quelle: www.mepa.de

Der Einbau von Acryl-Badewannen erfolgt mit einem speziellen Untergestell. Hierbei ist zu beachten, dass Wannen aus Acryl aufgrund ihrer Materialeigenschaften eine höhere Stabilität benötigen als es bei Stahl-Email der Fall ist. Ihr Einbau ist dementsprechend vorzunehmen. Zur dauerhaften Fixierung der Wannen können diese gegebenenfalls an Wandhaltern befestigt werden.

Beispiel: Wanne mit Untergestell

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Allgemeine Aufbauanleitung für Wannen mit Fußgestell

Grundsätzlich sind bei dem Einbau von Badewannen die Montagehinweise der Hersteller und die örtlichen Begebenheiten zu beachten. Einige Arbeitsschritte sind allerdings oft identisch und im folgenden kurz aufgelistet:

  • Wanne mit Verpackung umdrehen und auf den Boden legen
  • Höhenverstellbaren Wannenfuß auf den Boden der Wanne befestigen und Einbauhöhe einstellen
  • Zur Schallentkopplung zwischen Wanne und Wand sowie zwischen Wanne und Untermauerung schalldämmende Profile anbringen
  • Ablaufarmatur einbauen, Wanne auf Füße stellen, ausrichten und an den Abfluss anschließen
  • Falls erforderlich, zusätzlich die Wanne mit Wandklammern befestigen
  • Potenzialausgleich der Wanne herstellen
  • Dichtigkeitsüberprüfung des Ab- und Überlaufes der Wanne
  • Nach dem Einfliesen die Wanne dauerelastisch verfugen

Einbau mit Wannenträger

Wannenträger bei Badewannen aus Stahl-Email oder Acryl ersparen das Einmauern der Wanne und erreichen beim bestimmungsgemäßen Einbau eine gute Schall- sowie Wärmedämmung. Das Badewasser in der Wanne kühlt durch die Wärmedämmung des Hartschaums nur halb so schnell ab wie bei einem herkömmlichen Wanneneinbau. Die Montage des Wannenträgers erfolgt mit einem Kleber auf die Rohdecke des Bodens. Hierzu eignet sich beispielsweise PU-Schaum. Der Wannenträger ist vor dem Trocknen des Klebers mit einer Wasserwaage auszurichten. Wannenträger sind für fast alle gängigen Wannenformen erhältlich.

Beispiel: Wannenträger

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Allgemeine Aufbauanleitung für Wannen mit Styroporträger

Da das Aufstellen auf unterschiedliche Weise erfolgen kann, sollten immer die Herstellerangaben und die örtlichen Begebenheiten beachtet werden. Einige Arbeitsschritte sind allerdings oft identisch und im folgenden kurz aufgelistet:

Voraussetzung: Der Wannenträger muss passgenau zu Größe und Form der gewünschten Wanne passen.

  • Die Wanne in den Träger legen und auf dem Boden die Ablaufmitte aufzeichnen
  • Ablaufunterteil an den Abfluss anschließen und ausrichten
  • Wannenträger mit Montageschaum auf den Boden kleben und mit einer Wasserwaage ausrichten
  • Wandanschlussseiten der Wanne mit schallentkoppelnden Profilen bekleben
  • Wanne in den Träger einsetzen und Ablaufoberteil festschrauben
  • Potenzialausgleich der Wanne herstellen
  • Dichtigkeitsüberprüfung des Ab- und Überlaufes der Wanne
  • Nach dem Einfliesen die Wanne dauerelastisch verfugen

Montagemaße

Die Höhe der Badewannenoberkante richtet sich nach der Montagemöglichkeit des Wannenablaufs. Die Unterseite der Badewanne am Auslauf soll etwa 130 mm über dem Fertigfußboden liegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass für die Ablaufgarnituren im Allgemeinen unter der Wanne 120 mm Einbauhöhe benötigt werden. Daraus ergibt sich in der Regel eine Einbauhöhe Oberkannte-Wannenrand bis Fertigfußboden von 500 - 600 mm. Aus optischen Gründen sollte weiterhin darauf geachtet werden, dass die Unterkante oder die Oberkannte des Wannenrands in einer Flucht mit der Fliesenfuge liegen.

Beispiel: Fliesenfuge und Badewanne

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Schallschutz

In der DIN 4109 sind Anforderungen an den Schallschutz festgelegt, die den Menschen in Aufenthaltsräumen Schutz vor unzumutbaren Geräuschübertragungen geben sollen. Um die vorgegebenen Werte einzuhalten, sind beim Einbau von Badewannen diese an den Anschlussstellen zum Fußboden und zur Wand körperschallgedämmt aufzulagern. Die Einhaltung der nach DIN 4109 geforderten maximalen Schallpegel wird dabei nur durch besondere Maßnahmen zur Schalldämmung erreicht. Zur Vermeidung von Schallbrücken zwischen Wanne und Wand kann beispielsweise vor dem Aufstellen der Wanne ein spezielles Profilband zur Schallentkopplung am Wannenrand aufgeklebt werden. Das überstehende Profilband wird entfernt, nachdem sich die Wanne in ihrer Position befindet.

Beispiel: Schallschutz Badewanne

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Feuchtigkeitsschutz

Zum Schutz vor Durchfeuchtung müssen die Anschlussfugen zu den Wänden dauerhaft dicht gegen Strahl- und Rieselwasser sein. So sollte beispielsweise die Fuge zur Wand ( nach entfernen des überstehenden Profilbands ) aus dem Beispiel zum Schallschutz mit Silikon-Dichtstoff geschlossen werden.

Beispiel: Abdichten der Fuge

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Weitere Hinweise