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Wannen und Badebatterien

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Quelle: www.grohe.de

Grundlagen

Auslaufarmaturen an der Badewannen werden als Wannen- oder Badebatterie bezeichnet. Über sie wird die Wanne gefüllt. Sie können mit einer Handbrause kombiniert werden. Die Armatur kann so von Füllen auf Brausen umgestellt werden. Badewannenbatterien verfügen also über:

  • einen Auslauf zum Füllen der Wanne
  • einen Brauseanschluss für das hygienisch erforderliche Abduschen nach dem Wannenbad

Anordnung

Die Auslaufarmatur sollte grundsätzlich so angeordnet werden, dass sie den Nutzer nicht behindert. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass sie für den Nutzer in günstiger Griffnähe installiert wird. Es empfiehlt sich den Wanneneinlauf in der Nähe des Fußendes der Wanne zu bauen. Aus optischen Gründen sollten die Anschlüsse für die Armaturen so gelegt werden, dass sie symmetrisch im Fliesenraster angeordnet sind. Wannenbatterien an der Stirnseite der Wanne sind außer Mitte zu setzen, damit das Auslaufwasser nicht direkt in den Überlauf fließt.

Einteilung

Die verschiedenen Wannen- bzw. Badebatterien lassen sich wie folgt einteilen:

  • Zweigriff- und Eingriff-Wandbatterien
  • Eingriff-Unterputz-Batterien
  • Standbatterien

Zweigriff- und Eingriff-Wannenbatterien (Aufputz)

Eingriff-Wandbatterien

Beispiel: Eingriff-Wandbatterie mit Handbrause

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Quelle: www.grohe.de

Eingriffbatterien (oft auch als Einhebelmischer bezeichnet) haben, wie der Name schon sagt, einen Bediengriff. Durch das Anheben des Griffes wird der Durchfluss reguliert und durch das Schwenken wählt man die Auslauftemperatur (links: warm, rechts: kalt). Das Umschalten von Füllen auf Handbrause erfolgt durch das Betätigen des Umschalterknopfes auf der Armatur. Nachteilig bei normalen Eingriffbatterien ist, dass sie oft bis zum Anschlag geöffnet werden. Dadurch fließt meist viel mehr Wasser als nötig. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Hebel aus optischen Gründen häufig „auf Mitte“ steht. Dadurch strömt warmes Wasser unnötig aus. Eingriffbatterien mit Spareffekt vermeiden diese Nachteile. Beim Hebelanheben spürt man einen Widerstand. Bis zu diesem Widerstand fließt weniger Wasser. Von rechts bis zur Hebelstellung „Mitte“ fließt nur kaltes Wasser.

Zweigriff-Wannenbatterien

Beispiel: Zweigriff-Wandbatterie mit Handbrause

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Quelle: www.grohe.de

Zweigriffbatterien haben jeweils einen eigenen Griff für Kaltwasser und Warmwasser. Das Umschalten von Füllen auf Handbrause erfolgt durch das Betätigen des Umschalterknopfes auf der Armatur. Ein Vorteil dieser Variante ist, wenn es sich nicht um Luxusmodelle mit besonderer Form bzw. veredelter Oberfläche handelt, der günstige Anschaffungspreis. Ein Nachteil ist, dass die Mischtemperatur schwer gleich zu halten ist, wenn sich der Leitungsdruck oder die Warmwasser-Zuflusstemperatur ändert. Außerdem dauert das Einregeln der Mischwassertemperatur einige Zeit. Währenddessen geht relativ viel Wasser und Energie ungenutzt verloren.

Montage

Eingriff-Unterputzbatterie

Beispiel: Eingriff-Unterputz-Batterie

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Quelle: www.grohe.de

Funktion

Eingriff-Unterputzbatterien gleichen sich in der Funktion mit den Eingriff-Wandbatterien. Durch das Anheben des Griffes wird der Durchfluss reguliert und durch das Schwenken wählt man die Auslauftemperatur ( links: warm, rechts: kalt ). Das Umschalten von Füllen auf Handbrause erfolgt durch das Betätigen des Umschaltknopfes oberhalb des Hebels. Das Wasser fließt aus einem separat angeordnetem Wasserauslauf oder nach Umstellen von Füllen auf Brausen aus der Handbrause.

Montage

Beispiel: Unterputzkörper für Eingriff-Unterputzbatterie

Quelle: www.grohe.de

Bei der Unterputzarmatur wird ein Unterputzkörper ( Installationsbox ) zum Mischen des Wassers in eine Vorwand eingebaut ( Vorwandinstallation ). Das Fertigset ( sichtbare Chrombauteile ) bestehend aus Funktionsteil mit Abdeckrosette und Betätigungsgriffen werden bei der Fertigmontage auf die Vorwand montiert. Bei einem Austausch können nur Armaturen eingesetzt werden die zu den Wandauslässen und zum Unterputzkörper passen. Es gibt auch flexible Unterputzkörper die mehrere Möglichkeiten bieten und einen problemlosen Austausch ermöglichen. Wichtig ist, dass die richtige Einbautiefe beachtet wird und ein Funktionstest durchgeführt wird, bevor die Wand verputzt ist.

Beispiel: Unterputzkörper für Eingriff-Unterputzbatterie mit Fertigset

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Quelle: www.grohe.de

Nach den Bauordnungen der Länder sind in Bädern, Duschen und ähnlichen Räumen die Wände und Böden gegen Durchfeuchtung zu schützen. Aus diesem Grund wird eine Dichtmanschette auf dem Fliesenkleber bzw. den Dichanstrich rund um den Unterputzkörper angebracht. Die Wasser führenden Teile des Unterputzkörpers sind gummigelagert, dadurch schallschluckend und absolut dicht.

Standbatterie

Beispiel: Standbatterie mit Auslauf und Handbrause

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Quelle: www.grohe.de

Funktion

Bei Badewannen mit breitem Rand, besonders bei Eck- und Diagonalwannen, findet man Standbatterien als Wannenrandbatterien. Träger der Batterie ist der Wannenrand direkt oder eine vorgelochte Armaturenplatte, die auf dem gemauerten Fliesensockel oder, bei der Vorwandinstallation, auf einem Gestell ruht. Im später verdeckten Montageraum dürfen Bauschutt und vorspringende Kanten nicht die Brauseschlauchbewegungen behindern. Bei guten Standbatterien sind Revisionsöffnungen überflüssig, da alle Servicearbeiten von oben möglich sind. Dadurch kann die Armaturenplatte überfliest werden, wenn die Bohrungen frei bleiben.

Montage

Für die Montage von Armaturen und Griffen am Wannenrand oder auf dem Fliesensockel sollten die Hinweise vom Wannenhersteller beachtet werden.

Weitere Hinweise