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Metallständerwände

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Abb. 1 Bereits gedämmte Metallständer-Innenwand.
Quelle: Bubiza

Grundlagen

Die Innenwände eines Hauses erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Sie dienen insbesondere der Raumaufteilung, haben jedoch auch zahlreiche bauphysikalische und ggf. statische Anforderungen zu erfüllen. Hauptanforderungen an Innenwände können sein:

Für die Herstellung nichttragender Innenwände werden bevorzugt Konstruktionen aus Metallprofilen verwendet, die dann in der Regel beidseitig mit Gipswerkstoffplatten beplankt werden. Zur Herstellung des Ständerwerks kommen zwei Typen von Metallprofilen zum Einsatz. Die sogenannten UW-Profile sind vergleichbar mir Rähm und Schwelle einer Holzrahmenbauwand, zwischen diese Profile werden dann die als Ständer dienenden CW-Profile gestellt. Die Profile haben in der Regel eine Blechdicke von 0,6 mm und lassen sich daher gut mit Blechscheren zuschneiden und bearbeiten.

Bei der Ausführung von Metallständerwänden sind die DIN EN 14195 „Metallprofile für die Unterkonstruktion von Gipsplattensystemen“ sowie die DIN 18182 „Zubehör für die Verarbeitung von Gipsplatten“ (Teile 1 und 2) zu beachten.

tragende- / nicht tragende Innenwände

Tragende Innenwände kommen immer dann zum Einsatz, wenn Lasten im Bauwerk über die Innenwände abgeleitet werden sollen. Dies können beispielsweise Lasten aus aufgelagerten Decken und darüber liegenden Wänden sein. Des Weiteren können Innenwände zur Aussteifung des Bauwerks beitragen.

Entscheidend für die Dimensionierung einer tragenden Innenwand sind somit Art und Größe der Beanspruchungen, die auf die Wand einwirken.

Die Erstellung von tragenden Innenwänden aus Metallständerprofilen ist nicht ohne weiteres machbar, daher werden in solchen Bereichen in der Regel Innenwände in Holzständerbauweise verwendet.

Die Hauptaufgabe nicht tragender Innenwände besteht in der Raumaufteilung bzw. Raumtrennung, häufig werden zusätzlich noch Schallschutz- und teilweise auch Brandschutzanforderungen gestellt. Sie können keine Lasten aus Decke oder Dach abtragen und sind daher oft schlanker dimensioniert als tragende Innenwände.

Wandaufbau

UW-Profile

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Abb. 2 UW-Profile mit Blechschere.
Quelle: Bubiza

Die UW-Profile dienen der Verbindung der Wand mit Decke und Boden. Dazu werden die Profile über die gesamte Länge der zu erstellenden Wand an Boden und Decke befestigt.

Die Profile sind in Regelbreiten von 50 mm, 75 mm, 100 mm, und 125 mm sowie in 2 m bis 4 m Länge erhältlich.

CW-Profile

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Abb. 3 CW-Profil
Quelle: Bubiza

Die Ständer der Wand werden mit CW-Profilen hergestellt. Diese sind geringfügig schmaler als die UW-Profile und werden nach dem Zuschnitt auf die entsprechende Länge oben und unten in die UW-Profile eingeschoben. Die Fixierung der Ständer mit den UW-Profilen kann beispielsweise durch eine Stanzverbindung hergestellt werden. Hierfür wird lediglich eine Krimperzange benötigt, mit der die Profile schnell und ohne großen Aufwand verbunden werden können. Die Aussteifung der Ständer erfolgt dann über die Befestigung der Gipswerkstoffplatten mit Schnellbauschrauben.

Abb. 4 Schnellbauschrauben
Quelle: Bubiza

Die Ständer werden häufig, wie auch beim Holzrahmenbau, im Raster von 62,5 cm gestellt, sodass die Stöße der Gipswerkstoffplatten immer auf einem Profil liegen. CW-Profile sind in Längen zwischen 2,5 m und 4 m erhältlich und mit Ausstanzungen im Steg versehen, diese können umgebogen werden, sodass Öffnungen zur Installationsverlegung entstehen.

Sonderprofile

Für die Herstellungen von Wandöffnungen, z.B. Türen, werden spezielle Aussteifungsprofile verwendet. Durch ihre stärkere Blechdicke von ca. 2 mm sind sie dazu geeignet Türzargen oder anderen Leibungen Halt zu geben. Zusätzlich werden gleichschenklige Winkelprofile dazu verwendet, Eckausbildungen z.B. bei Innenecken auszuführen.

Beplankung

Grundsätzlich kann eine Beplankung einfach oder doppelt aufgebracht werden. Eine doppelte Beplankung erhöht erheblich die Steifigkeit der Konstruktion und bringt Verbesserungen in Schall- und Brandschutz. Bei mehrlagiger Beplankung werden die Plattenlagen mit versetzten Stößen montiert.

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Abb. 5 Doppelt mit Gipsplatten beplankte Trockenbauwand. Die Stöße wurden versetzt angeordnet und auf der ersten Lage bereits verspachtelt
Quelle: Bubiza

Anschluss an angrenzende Bauteile

Randdämmstreifen

Aus Gründen des Schallschutzes und zur Entkopplung einer Innenwand von angrenzenden Bauteilen wie Boden und Decke, sollten grundsätzlich Randdämmstreifen zwischen den flankierenden Trockenbauprofilen und angrenzenden Bauteilen angeordnet werden. Randdämmstreifen oder auch Schalldämmstreifen genannt gibt es aus verschiedenen Materialien, z.B.:

  • Holzfasern
  • Hanf- / Flachsfilz
  • Kokosfasern
  • Schaumstoffe

Abb. 6 Randdämmstreifen aus Schaumstoff mit einseitiger Klebefläche
Quelle: Bubiza

Fußbodenanschluss

Beim Fußbodenanschluss ist es aus Gründen des Schallschutzes am besten, wenn der schwimmende Estrich gegen die Innenwand läuft, also komplett unterbrochen ist. Ist dies nicht möglich, sollte der Estrich mit einem flexiblen Schnitt im Bereich des Wandanschlusses getrennt werden um eine Schallübertragung durch den Fußbodenaufbau in den Nebenraum zu minimieren. (Unterbrechung der Schallnebenwege) Beide Varianten werden nachfolgend am Beispiel von Metallständerwänden gezeigt.

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Abb. 7 getrennter Fußbodenaufbau, Innenwand steht auf Rohdecke auf
Quelle: Bubiza

trockenbauwand_trennschnitt_estrich_1.jpgAbb. 8 durchgehender Fußbodenaufbau, schallentkoppelnder Trennschnitt im Estrich, Innenwand steht auf Estrich
Quelle: Bubiza

Deckenanschluss

Ähnlich wie beim Fußbodenanschluss, sollten Innenwände auch beim Anschluss an die darüber liegende Decke bis an die Rohbaukonstruktion geführt werden, sodass dann die untere Beplankung der Decke vor die Innenwand stößt. Ist dies nicht möglich, z.B. wenn eine Innenwand nachträglich eingebaut wird, sollte in der Deckenbeplankung im Bereich des Wandanschlusses eine Trennfuge konstruiert werden.